Mittwoch, 14. Februar 2007

aufgeben

mein opa bereitet sich auf das sterben vor. er hat keine lust mehr, jeden tag die sonne aufgehen zu sehen. deshalb legt er sich momentan einfach ins bett und versucht aufzuhören, wartet darauf, dass nichts mehr passiert, dass das herz zu schlagen aufhört. so liegt er einfach da und wartet. verweigert sich seinerselbst.
aber so einfach ist es nicht. die atmung will nicht aufhören, die augen wollen immer weiter an die decke schauen, beobachten das nichts. der kopf ist wach. zu wach.
'ein mensch will schneller aus dem leben scheiden, als es ihm möglich ist', schrieb sibylle berg einmal. und damit hat sie recht.

er geht nicht ins krankenhaus. man sagte ihm dort, dass man ihm nicht mehr helfen kann. vor einigen monaten malte er noch mandalas aus, sie durchfuhren ihn mit neuer kraft.

jetzt macht er nichts mehr. liegt nur noch da. und wartet.






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ZuN - Do, 15. Feb, 15:56

wenn du eine krankheit hast, zb krebs, dann wirst du zu 90% überleben, wenn du UNBEDINGT willst und einen festen glauben dran hast. wenn du dich nicht bereit fühlst zu sterben und es mit allen mitteln verhindern willst.
wenn du sterben willst, dann wirst du zu 90% sterben. egal ob mit oder ohne hilfe.
'jetzt macht er nichts mehr. liegt nur noch da. und wartet.'
&was machst du?

herrtwiggs - Do, 15. Feb, 21:44

nun, was soll ich anderes machen, als es zu akzeptieren?
rob-log (anonym) - Do, 15. Feb, 21:29

Nur ein Gedanke

Der Mensch lernt in seinem Leben Entscheidungen zu treffen. Sein Leben fängt mit einer Entscheidung an, die er nicht getroffen hat: Seiner Geburt. Von da an hat er jedoch viele Möglichkeiten zu entscheiden. Sollte er für sich beschließen, nach einem hoffentlich erfüllten Leben, dieses sanft zu beschließen, ist dies zwar schmerzlich für seine Lieben aber im Einklang mit seinem Leben, das aus so vielen Entscheidungen bestand.
Manchmal geschieht es auch, das aus Krankheit geboren, der Lebenswille weicht. Eben noch auf dieser Welt, am anderen Tag skeptisch und tags darauf sieht man im Blick des geliebten Menschen, die letzte Reise scheint angebrochen. Von außen kann man diese Reise nicht aufhalten – man kann aber das Warten liebevoll gestalten.
So wird der Mensch begleitet und muß nicht aufgeben…

herrtwiggs - Do, 15. Feb, 21:45

er ist hochgradig depressiv und hat sein leben gelebt. gut, ich weiß nicht, wie ich mit 84 jahren denke. aber sicher merkt man schon viel früher, wie das leben an einem nagt, welche gebrechen hinzukommen.
ich halte ihn nicht davon ab, wenn er gehen möchte.
ZuN (anonym) - So, 18. Feb, 18:18

ich wünsch ihnen kraft.
(wenn er ihnen am herzen liegt-)

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kommentare

▫ canela.wordpress schrieb:
soll ich ihnen meine nachbarn ausleihen?...
▫ Der Schneekoenig (anonym) schrieb:
Oh, ich habe mich so oft verschrieben - und...
▫ Djon (anonym) schrieb:
Mr. Hyde
▫ Der Schneekoenig (anonym) schrieb:
1. Traegst du in dieser entzueckenden kleinen...
▫ Der Schneekoenig (anonym) schrieb:
Schreibe, bitte, nicht immer solche Sachen;...
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Mir stellt sich ja die Frage, WAS du getrunken...
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Nichts gegen dich, mein Schoener, aber dieses...

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