
was für ein feiner tag heute. die sonne lachte und ich trug wintersachen. toll. sowas passiert mir immer wieder. das wetter ist heimtückisch und hinterfotzig, schaut morgens von seiner balustrade und zählt die menschen in winterbekleidung, ruft dann bei der sonne an und bestellt hitze. dumme sau. sofort einsperren. mich gleich mit. ich teile mir eine zelle mit dem schwachsinn und meinem ego. gemeinsam spielen wir ein leben lang karten und zupfen heimatlieder auf der balalaika.
gestern erst saß ich in der bahn, wie eigentlich fast jeden tag, und schaute mich so um. ein gedanke durchbrach das dröhnen in meinem kopf: wie sah es wohl dort, wo jetzt der lidl steht, vor 100 jahren aus? oder 1000? oder vor noch mehr jahren, als die dinosaurier dort kleine füchse jagten oder jungfern entjungfert wurden. was mag sich alles dort abgespielt haben, wo wir nun leben? was ist alles noch geheimnisvolles unter den häusern, die um uns herum wohnen? welche geheimnisse der neuzeit mondern und lauern unter den wiesen, auf denen wir picknicken? all diese fragen stellte ich mir und wünschte mir sofort das dröhnen zurück. interessant wäre eine auflösung schon. aber ich verwarf den gedanken und dachte nicht weiter darüber nach. es gibt wichtigere dinge.
nachdem ich heute auf der arbeit fleißig einen newsletter bastelte und all meine arbeiten vollendete, ging ich in einen bundeswehrladen, um nochmal ein paar schöne dinge zu kaufen. mir fehlten noch ein paar dinge, wie eine
swastika schicke hose, zum beispiel. habe alles bekommen. bin froh. muss ich morgen nicht mehr los und kann bestimmt eine stunde länger schlafen. dann war ich wieder bei nadja. nein, so heißt nicht meine polnische tante, die mir immer abgelaufene süßigkeiten in den mund schiebt, sondern mein stammfriseur, zu dem ich wohl nie wieder gehe. dort erzählt man mir immer so abstruse dinge, wie z.b., dass man im sommer all seine haare auf acht millimeter kurzschneiden sollte, damit gesundes haar nachwächst und die spitzen wieder toll aussehen. dann wollen sie mir immer ganz penetrant eine haarkur verkaufen. und heute hat sie mir die schermaschine ins fleisch gerammt, als wenn es kein morgen gäbe. und dann dachte ich, sie würde mir die koteletten wegrasieren und solche scherze. auf sowas kan ich ja gar nicht. meine koteletten sind mir heiliger als alles andere!
aber es ist noch alles dran.
es wäre undenkbar, sie zu verlieren. wie ein krüppel würde ich mich fühlen. außerdem muss ich gut aussehen, dann morgen fahren wir zum
wgt. das geht zwar erst am freitag los, aber es ist gut, wenn man eher dort hinfährt. stadt angucken und solche scherze. außerdem beginnen einige konzerte schon morgens um 14h. und von bremen aus fährt man eine ganze weile, bis man in der güldenen stadt ankommt.
fein. ich muss nun was zum abendbrot essen und mich dann etwas enthaaren. werde vielleicht morgen früh nochmal was schreiben, bevor ich das haus verlasse.
vielleicht auch nicht.
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Mittwoch, 23. Mai 2007, 20:12h in der abteilung:
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