irgendwie von der blogger- und der siegerehrung...

mensch, fühle ich mich gerade kreativ ausgelutscht. deshalb sind hier um diese zeit keine meisterleistungen mehr zu erwarten. ferner schreibe ich heute auch nicht darüber, wie sinnlos das leben doch ist, welche kulturen mir den tag versauen oder welche menschen ich besonders verachte. nein. heute wird es einfach ein normaler eintrag. so normals, wie ich derzeit bin: ich gehe spätestens um mitternacht ins bett, stehe spätestens um halb acht auf, fahre zur arbeit, um danach wieder viel zu früh ins bett zu fallen. mein schäbiger rekord liegt bei 22h. grauenvoll. so wollte ich nie sein, täglich den tag auskosten, ihn in die knie zwingen - aber mit 30 jahren ist da nicht mehr viel zu holen. die gedanken lassen nach. man kauft sich eine übergangsjacke für den tod. wird von personen im gleichen alter mit 'sie' angesprochen. aber hören wir auf zu meckern. es war noch nie alles gold, was glänzt. blattgold, höchstens.

nach all diesen jahren wurde mir ein stöckchen zugeworfen. es kam vom wunderbaren glamourdick angeflogen: man möchte bitte sieben andere blogger auflisten, die man gerne liest, die man verehrt. diese sieben werden wiederum dazu aufgefordert, andere sieben blogger zu 'nominieren' - romantisch, nicht?
meine aufzählung wird vom glamourdick angeführt (es wäre natürlich totaler unfung, wenn er das stöckchen nun selbst wieder aufnehmen würde), den ich fast täglich lese. mit ihm saß ich schon romantisch bei wein und kerzenschein in seiner küche. wir nudeln aus schaumpolystyrol-behältnissen. el mundo de canela entdeckte ich irgendwann. ich glaube, sie schrieb irgendwo einen kommentar, den ich liebte. und so schreibt sie noch heute. kleine werke, bei denen man oft weinen möchte, weil sie so schön sind. einfach über das leben selbst. cola küsst orange, auch bekannt unter dem namen "schmetterlinge und revolver" - ein blog der vielen namen, geführt von nobbi. er bastelt viele bunte seiten und kotzt sich recht oft tierisch aus. derzeit hat er die schönste freundin der welt. hoch21 las ich sehr oft, aber es scheint mir, als würde er momentan mehr als nur eine 21minutenpause machen. komm zurück, du sau!
bomec (ich.com) schreibt ebenfalls wundervolle dinge, von denen man nicht genug bekommen kann. man möchte seine einträge den ganzen tag lesen. doch so ist das leben - alles endet irgendwann.
ahoi polloi ist meine persönliche neuentdeckung dieses jahres. er zeichnet täglich einen satirischen comic in sein kleines notizbüchlein, scannt diesen ein und veröffentlicht ihn. die ganze welt wurde schon auf ihn aufmerksam, deshalb findet man ihn gelegentlich in bekannten magazinen. seine lieblichen zeichnungen habe ich in kürzester zeit sehr liebgewonnen. bateman von 'reservoir blogs' lese ich seit einigen jahren. ich glaube, wir waren damals einige der ersten, die bei 20six zu bloggen anfingen. irgendwann zog es uns hier her, wo wir seit einigen jahren verweilen. und, weil der glammy schon ein stöckchen hat, bekommt adel auch eins. ihn lese ich ebenfalls sehr gerne. und sexy ist er obendrein auch noch. aber das sollte er besser nicht erfahren.

hach, wie schön - ich bin durch. alle, die nicht genannt wurden, sollen jetzt nicht weinen. es ist eine 'top 7' und die reihenfolge spielt hier auch keine rolle. es ist kein wettbewerb oder eine auflistung, wen man mehr lieb hat.

heute morgen bin ich nach nur fünf stunden schlaf um neun aufgestanden. ich musst dabei sein, wenn der rotfuchs ins ziel läuft. gemeinsam mit der königin verabredete ich mich, um dort mit der rotfuchs-freundin zu lauern. in der stadt war ein marathon, der von den bremer stadtwerken ausgerichtet wurde. der haupt-marathon betrug 42km, der mittlere 21km und der kleine 10km. der rotfuchs lief beim 21km-marathon mit und gab uns eine ungefähre zeit, die er sich zu laufen vornahm. dies hielt er auch fast ein. platz 831 von... keine ahnung. 832? nein, ich weiß es wirklich nicht, aber sicher war das ein guter platz. hier ist der weg zur ziellinie exklusiv zu begutachten:







zitat des tages 939

Das ist Horus, der Falkengott, Sohn von Osiris und Isis, die gleichzeitig Geschwister sind... Hach, diese Götter immer, einfach keine Inzestschranke.






irgendwie von dem mädchen, das die seiten umblättert...

gerade lausche ich der musik von jérôme lemonnier aus dem französichen film 'la tourneuse de pages'. im deutschen bekam der film den platten titel 'das mädchen, das die seiten umblättert'. stumpfer konnte er nicht gewählt werden und doch sagt er alles aus. darum geht es in diesem film. um das mädchen, das die seiten umblättert. der inhalt ist leicht erzählt: Mélanie Prouvost kommt aus einfachen Verhältnissen und ist eine begabte Pianistin. Ihre Eltern und sie selbst wünschen sich eine Karriere im Konzertsaal. Doch ihr Lebenstraum findet ein jähes Ende. Beim Vorspiel bei der Aufnahmeprüfung am Musik-Konservatorium bringt sie die Jury-Vorsitzende Ariane Fouchecourt mit ihrem Gehabe absichtlich aus dem Konzept. Sie wird abgelehnt. Zehn Jahre später bietet sich Mélanie die Chance zur Rache.

es ist so phantastisch, wie mélanie ihre rache plant. all diese jahre staute sich so ein hass in ihr auf, dass ich verwundert bin, dass sie sich nicht selbst aus dem leben beförderte. und sie wird nach diesen zehn jahren das hausmädchen von ariane. im laufe der geschichte tritt sie bei arianes konzerten als seitenumblätterin, oder wie man das nennt, auf. sie macht es perfekt. irgendwann erscheint sie einfach nicht zum konzert. einem entscheidenden konzert für ariane. aber das ist noch nicht mélanies vollkommene rache. sie bringt ariane dazu, sich in sie zu verlieben. aus dieser situation heraus gewinnt mélanie ihre rache. es ist so wundervoll. obwohl ariane 'die böse' ist, bekommt man mitleid mit ihr, öffnet sie sich doch durch mélanies liebe, wirft sie ihre kalten züge ab und wird menschlich für den zuschauer. ein ganz anderer mensch. - was dann geschieht, wird nicht vorweg genommen. es ist einfach zu wundervoll. und die musik ist so wundervoll. ich muss sie heute den ganzen abend lang hören. muss in ihr aufgehen und die bilder des film revue passieren lassen.




nachdem ich heute sehr lange schlief, arbeitete ich meine eigene rache-liste ab. setzte hier und dort ein paar kreuze. danach ging ich ausgiebig nahrung für das wochenende einkaufen und schrieb einen eintrag für die arbeit. danach wünschte ich der frau mutter viel spaß bei der 'nacht der kirchen', die heute in bremen stattfindet. von 18h bis 0h ist es möglich, sich bremens kirchen anzusehen. verschiedene programme werden den besuchern geboten. auf meine sms hin antwortete mir die mutter, dass sie für mich beten würde. ich war geschockt. ich weiß immer nicht, wie ich das einordnen soll. ob es nun ernst gemeint oder scherzhaft ist. weiß sie doch, dass es in meinem leben keinen gott gibt.

und ich wollte heute einen kaffee trinken. in der backfactory, die hier in der straße alle bäckerläden erzürnt. ebenfalls sind die apotheker beunruhigt, da hier bald eine selbstbedienungs-apotheke eröffnet, die viel günstiger ist. jedenfalls hatte die backfactory geschlossen und ich musste kalten kaffee bei plus kaufen. und diese überflüssigen wege regten mich schon wieder auf. quer durch das ghetto. vorbei an all den freaks. haben sie mütter, die sie lieben? oder erschossen sie sich direkt im kreißsaal?

die königin ist aus ägypten zurück. es ging noch einmal gut. ich würde niemals nach ägypten fliegen. hier ist es mir schon zu gefährlich. und ein ort wie ägypten reizt mich nicht besonders. island würde mich mehr reizen. ob man in island auch leid gucken kann? das würde mir erhohlung verschaffen.

ich muss mich nun dramatisch aufs bett legen, meine räucherstäbchen und die duftkerze anschalten, damit ich meine doshas ordnen kann. zwischendurch laufe ich mit den stäbchen auch durch den keller, damit alle bewohner etwas davon haben. denn in diesem haus müssen nicht nur doshas ins gleichgewicht gebracht werden.

übrigens hat sich meine stamm-videothek heimlich aus dem staub gemacht. sie ist einfach nicht mehr da. macht man das in der heutigen zeit so, wenn man pleite geht? schreibt man nicht an seine langjährigen kunden einen abschiedsbrief? in den alten räumen wohnt jetzt die andere videothek, die ich zwischendurch zu meiner neuen stamm-videothek ernannte. aber ich leihe schon seit monaten keine dvds mehr aus. es reizt mich nicht. es gibt derzeit keine filme mehr, die ich sehen muss. habe sie alle gesehen und 2008 war wirklich das jahr der schlechten filme. 2008 ist bis eh eines der schlechtesten jahre. 2008 streiche ich aus meinem leben. 2009 wird nicht besser werden, aber man kann daran arbeiten, obwohl nicht alle geschehnisse beeinflussbar sind. aber vielleicht wird es ja ein jahr der rache.

ich bin keine mélanie. zehn jahre kann ich nicht warten.






zitat des tages 97

Natürlich waren sie schmuddelig. Wie würden wir aussehen, wenn wir unter der Erde in einer Höhle leben und von kleinen Wichten die Baugerüste naschen würden? Außerdem, so schien es mir, wuschen sich die Freaggles nie - oder hast du jemals fließendes Wasser gesehen oder eine Vorrichtung, die auf das Verteilen von Wasser schloss?






irgendwie von genitalbeulen und dem drang nach gold...

gestern besuchte ich die waterfront, eine neue mall im herzen meines überfremdeten multikulturellen stadtteils. ja, sie nennt sich wirklich mall - ich kann da nichts für. mall ist englisch und bedeutet 'einkaufszentrum'. die waterfront ist ein palast, in dem es nur teure läden gibt. 'gary weber' gibt sich mit 'esprit' die hand... - ich habe die ganzen namen der anderen läden vergessen. jedenfalls wurde die waterfront in bremens totgeburt, dem ehemaligen spacepark, erbaut. es ist riesig, sauber, steril und voller geiler türken mit riesigen genitalbeulen und waschbrettbäuchen und freaks. der boden spiegelt sich, man befürchtet, in der architektonik zu ertrinken. ich fühlte mich wie in einer moschee. es war grauenvoll. ein edel-tempel. hier in gröpelingen, dem sozialschwächstem stadtteil bremens. das bilder der besucher passte einfach nicht mit dem inhalt der mall zusammen. es war furchtbar. und ich muss soetwas ja allgemein negativ sehen und verachten. wenigstens können sie sich jetzt am parterre-springbrunnen waschen.

doch, man kann mich sehr leicht beeindrucken. aber nicht mit einer konsum-hölle, die dinge für menschen anbieten, die es nicht gibt. ein stück gold im ghetto. feinkostläden, feinkost-imbisse und feinkost-mode. grauenvoll.

mein weg führte mich nach hause. eine promoterin schenkte mir eine gelbe rose. wir haben 'die woche des hörens'. ich plante, sie zu den anderen blumen in mutters augenhöhlen zu topfen. mein blick wanderte durch die ungeliebte stadt, nahm die menschen in sich auf und spuckte sie wieder aus. asoziale. ohne ende. was mache ich hier? ich möchte sie alle tot sehen. und dort hinten stand er wieder: der ekelhafte, dicke mann, der die mongo-alte fickt. mir ist es egal, welcher freak welchen freak fickt. das interessiert mich nicht. aber mir wird immer anders, wenn ich dieses pärchen sehe und mir vorstelle, wie er über sich steigt, sie beschält. draußen beschimpft und ärgert er sie immer. sie wird wie eine sklavin behandelt und wenn ich es das nächste mal mitbekomme, muss ich mich leider einmischen. es widert mich an, wie er sie behandelt. ich sympathisiere nicht. auch im land der freaks muss es gerechtigkeit geben und ich, als einiziger normaler dazwischen, möchte diese propagandieren. das kleine mongo-mädchen mit dem viel zu großen arsch tut mir halt leid. ich treffe es oft beim lidl, wenn es dort alkohol kaufen muss, ich sehe es, wenn es tütenweise müll an die straße stellt. wahrscheinlich weiß sie nicht, dass man so nicht gehalten werden darf. versteht sie aber nicht. alles wackelpudding. die ganze welt. konfetti zum frühstück - yeah, party! das leben eine einzige party. wie schön das sein muss. spiegel egal. alles egal. einfach nur atmen. was ist das? gelegentlich von einem idioten penetriert werden - hatten wir auch schon selbst in ehemaligen beziehungen. wissen selbst, wie sich das anfühlt. an bäche und wiesen dabei denken. an blumenbouquets und frisches obst in hangeflochtenen körben denken. morgentau auf den wiesen... und dann ist auch schon alles vorbei. man raucht gemeinsam eine zigarette und hat es für diesen einen tag geschafft. wieder ein tag weniger. mehr rauchen, verkürzt die üble zeit. verkürzt das üble leben, das einen täglich mit seiner knochigen hand fistet.

das leben ist zwischendurch ekelhaft. ich wache morgens auf und denke 'warum? wofür? für was?' - fahre dann mit dem gesindel-express durch das ghetto, schaue mir rastafari-schlampen an, die den ganzen tag im gesicht aussehen, als hätten sie sich vor fünf minuten erst eingecremt. ich kann sie nicht ab: irgendwelche batiktücher in den haaren oder eine überdimensionale mütze, die die fettigen haare vor dem boden fernhält. dazu weite hosen uns hanf, sandalen bei jedem wetter und freiheit im blut. 'ich möchte gerne auf jamaika wohnen, dort wird man nicht so schief angeschaut, wenn man nichts nutzt!' - ein schöner gedanke. ja, fahr in die freiheit und liege uns hier nicht so auf der tasche, du dumme nuss. ungeschminkt ist sie auch noch. sie widert mich an und ihre ganzen rastafari-crack-freunde ebenfalls.

nein, ich habe keine schlechte laune. ich muss nur das verarbeiten, wofür meine träume nicht imstande sind. sie setzen sich mit anderen dingen auseinander und basteln mir traumwelten, die ich nicht mag. fast wie in schlechten freundschaften regiert dort der ekel und die missgunst. ungeziefer und dreckt schmücken das leben.

oder wache ich?






kammer sieben - burning butterflies







zitat des tages 1945

knapp und bündig ohne ein bisschen Esprit und Unterhaltung






o, du ungeliebte stadt

o, du ungeliebte stadt
zurück bin ich
in deinen armen,
die wie dornen sich
in mein fleisch bohren
die herzensform
deformieren

o, du ungeliebte stadt
dein atmen malt
eisblumen auf
die traurigen augen,
wenn sie schauen
wo der traum
lebt






turnstange...

es ist so schön, wie herr adel hier herumturnt. als ich das video zum ersten mal sah, musste ich weinen. und dann wünschte ich mir, auch noch einmal jung zu sein und auf einem ausgebauten dachboden mit meerblick zu leben. hach, ich träume.








gedanken vor der abreise...

um 19h fahre ich in berlin los, um dann einige stunden später wieder daheim zu sein. es ist derzeit eher ein "daheim". lieber würde ich heute schon für immer hier bleiben. hier in der stadt aus gold. aber so schnell geht das dann doch nicht.

gut, die wichtigsten dinge sind schon hier: die gedanken. muss ich später weniger mitnehmen. ist mehr platz für hüte im koffer.






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post an herrn twiggs

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für immer
sollst du träumen - dir nie erwas abgewöhnen und schreiben...
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...irgendwas mit schnecken. Find ich gut, hier wieder...
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Lenore (Gast) - Do, 15. Jun, 20:46
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