'
gott holte ihn zu sich, er hat nun eine andere aufgabe für ihn.' - das wurde aber auch zeit, dass jemand dieses armes geschöpf erlöst. obwohl ich nicht glaube, dass er/sie/es eine großartige neue aufgabe für dieses gottverlassene wesen hat. er hält gott doch nur auf und fragt sicher viel zuviel. angenommen, ich wäre gott - lassen wir einmal die ganzen gemeinheiten außen vor, die ich als gott ausführen würde - was sollte ich mit einem zurückgebliebenen mann anfangen? aus welchem grund sollte ich ihn zurückrufen? gut, china rief vor kurzem auch seine fehlfabrikate zurück… aber gott?
von wem ich spreche? mmh. wir berichteten (
müll, vom 17.01.2007). oh, dieser müll-vorfall ist schon wieder zwei jahre her? wie grausam. seitdem hatte ich aber nie wieder solch einen vorfall.
moment, ich muss kurz dreimal auf holz klopfen.
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Freitag, 13. März 2009, 20:02h in der abteilung:
sinnlosigkeiten
andernfalls? ja, du bist ein ungeliebtes wort in der deutschen sprache, da jeder denkt, du wärst falsch. ich küsse dich, andernfalls.
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Donnerstag, 12. März 2009, 07:15h in der abteilung:
zitat
'dort würde ich auch wegziehen, in dieser gegend brennt es viel zu oft', sagte die königin am telefon, als wir über meine umzugspläne sprachen. und heute abend roch es wieder nach verbranntem menschenfleisch in den straßen. irgendwo in der nähe entschied eines der häuser, seinen zinnen einzuheizen. wieder einmal brannte ein mehrfamilienhaus. entweder schlief opa mit der zigarette ein oder irgendwelche leute wollten schauen, ob gas wirklich brennt. und die königin hatte recht: es brennt ständig in dieser gegend. und dies ist ein grund mehr, hier wegzuziehen. gerade jetzt, wo mein haus eine schlanke gasheizung spendiert bekam, die vom vermieter selbst eingebaut wurde. wenn ich an die schwache stiftführung in seiner unterschrift denke, möchte ich nicht wissen, welche art von gerippe er in den neuen heizungskeller bannte. wie lange wird es dauern, bis auch wir in kleinen aschehäufchen an der hauptstraße enden? gut, wir würden dann immerhin in der zeitung stehen. noch besser: nur ich. immerhin wohne ich direkt neben diesem tollen heizungskeller und rauche wie ein schlot. romantisch. bestimmt.
es klopfte noch spät am küchenschrank. ich öffnete genervt. hinter wertvollen sammeltassen versteckt stand admiral vernon. das ist eindeutig gelogen, aber irgendwie muss man einen spannungsbogen aufbauen. vernon sah mir mit seinem heroischen blick tief in die augen, sein nicht vorhandener bart kräuselte sich an seinem nicht vorhandenen kinn. 'da bist du, junge, ich habe auf dich gewartet', sagte er verstaubt und war sich dabei nicht sicher, ob wirklich ein komma nach seiner wörtlichen rede richtig gesetzt schien. ich war verblüfft. seit mir "admiral vernon" das erste mal begegnete, vergingen eine unzahl an tagen. ja, ich erinnere mich, wie ich ihm bei bernie und john aus canada begegnete. leider begegnete ich ihm nicht in canada, sondern in bremen, als ich ihre katzen hütete. ich bin tödlich allergisch gegen katzen. dennoch muss ich sie anfassen und ihnen meine sympathie durch tiefeninhalation ihres felles darbieten. 'ich liebe euch, ihr vor angst kotzenden blagen!', schrie ich einst im supermarkt. alle anwesenden schauten mich ängstlich an und kauften verwirrt eisbergsalat. hach, und in dieser nacht, als ich die katzen hütete, wandelte ich durch die fremde küche. ergötzte mich an der sauberkeit, die nur oberflächlich war. als ich nämlich die küchenschränke putzte, fand ich den wahrhaftigen gilb. nein, ich putze nicht, wenn ich auf deine katzen aufpasse. schmink' es dir ab. bernie und john sind irgendwann nach kanadien gezogen und ich bot mich an, ihre küchenschränke zu putzen. das ätzende putzmittel konnte es kaum mit dem schmutz aufnehmen. aber das macht nichts. ich bin auch eine sau. schau mal unter mein bett, muschi.
jedenfalls liebte die katze mich (zu dieser zeit war es nur eine). sie krabbelte meine nackten beine hoch wie reinhold messner irgendeinen unbedeutenden steinhaufen.
jedenfalls war es die besagte nacht. ich liefe durch die ellenlange küche und stand gelangweilt vor einem regal. penisnudeln waren dort auch vertreten. ich hasse gag-geschenke. mein bruder wünschte sich einst das neue album irgendeiner metal-band und bekam flugs ein hustendes aschenbecher-klo von einem freund geschenkt. er ließt uns alle seine zufriedenheit spüren.
ich verheddere mich. ich hole zu weit aus. kehren wir zurück.
achja. in diesem regal fand ich "admiral vernon" und er wurde zum inbegriff der wundervollen namen für mich. sogar im zweitklassigen spiel "worms" musste immer ein wurm "admiral vernon" heißen. nachdem ich die fremde flasche in einem zug austrank, schrieb ich ein wildes gedicht über diesen famosen tropfen. doch an dieses gedicht kann ich mich nicht mehr erinnern. auch nicht an das biber-gedicht, das ich einst für sibylle berg schrieb und im gegenzug eine handsignierte cd geschenkt bekam. 'in bremen ist es auch ganz schön. auf der durchreise.', schrieb sie in zerbrechlichen lettern, die mich zutiefst zu tränen zwangen. ach, sibylle, warum bist du nicht mehr so abgewichst?
wir sind alle nicht mehr so abgewichst wie früher. da können bestimmte leute ein lied von singen. ja, baby, ich meine dich. mal sehen, wer sich nun angesprochen fühlt, denn ich hatte niemanden in gedanken.
ich schreibe unfug. aber das ist alles nur fassade, um von meinen sehnsüchten abzulenken. ich lausche wundervoller musik und hasse sie dabei, weil ich nicht so walten kann, wie ich es gerne möchte. 'ja, baby, setze dir ziele!', sagt ein unbekannter, der schrägschrift nicht verdient. was weißt du schon von zielen, unbekannter? ziele, wünsche und hoffnungen. alles ein dreck. betonung auf "alles", nein, eher auf "ein", oder nur auf "dreck"? ach, betone doch, was du willst. ich mache nun einen schein-absatz.
admiral vernon kommt näher und streichelt mir durchs volles haupthaar: 'ich dachte, du hättest schon längst eine glatze, aber es fühlt sich an wie ein afro!', sagt vernon angewidert. und er hat recht. vor samstag muss ich unbedingt zum friseur. ich weiß nicht mehr wohin mit meinen haaren. und wie sollen sie diesmal aussehen? gehe ich noch einmal zu nadja? sie schneidet nicht schön, aber sie schweigt dabei. ich kann es nicht ausstehen, wenn ich mich mit friseuren unterhalten muss. schweigen ist auch nicht toll. aber wenn der friseur der deutschen sprache nicht mächtig ist, habe ich kein problem damit, nichts sagen zu müssen.
wilde erinnerungen durchdringen mich. plopp! mein bruder liegt auf seinem bett, ich auf dem boden. mein kopf wird von einem ding mit kordeln daran gestützt. es dient eigentlich als ablage der füße. mein bruder ist angeheitert. über die boxen schallt "hannes wader". mein bruder erzählt mir vom leben. ich lausche. plopp! ich werfe meinen schnuller eigenhändig in den mülleimer, mutter freut sich. plopp! ich bin bei einem freund im hochhaus zu besuch. habe angst vor dem fahrstuhl und springe in irgendeiner etage heraus. es gibt dort kein treppenhaus. nur den aufzug. ich bekomme panik. plopp! ich bringe zaziki mit und es ist noch halb gefroren. plopp! nach dem töpfern springe ich enthusiastisch einer fremden mutter in den einkaufskorb. ich schäme mich zu tode, sie findet es lustig. plopp! ich muss im konfirmandenunterricht eine strafarbeit machen, da ich während des unterrichts mit dem verkrüppelten jan sprach. plopp! 'da ist ein florian, der dich gerne kennenlernen möchte.', sagt eine stimme. doch ich bin nicht interessiert, da ich mein unheil an der hand halte. plopp! ich schlafe in mutters neuer wohnung auf dem boden ein. als kopfkissen dient ein stück alter teppich. die wohnung ist noch nicht eingerichtet. was mache ich hier? plopp! ich erhalte meinen einzugsbescheid per post. sofort höre ich "the beautiful people" auf wiederholung. tagelang. plopp! sie weint. es bricht mir das herz. dabei wollte ich ihr nur mitteilen, dass ich woanders hinziehe. plopp! wir wollen immer freunde bleiben, capper? plopp! ach, wir werden uns ewig kennen. auch die zeit kann uns nicht im wege stehen. plopp! da ihr nicht die polizei gerufen habt, dürfen wir nun freunde bleiben, sagt meine mutter. plopp! komm' mal in den keller, ich muss dir etwas zeigen! plopp! es regnet. wir essen süßigkeiten. ich mag die sauren pommes nicht. er wirft alle süßígkeiten in den mülleimer. es waren meine fünf mark, die er mir stahl, aber ich bin zu jung, um ihn zu verklagen. plopp! ich spiele gitarre. plopp! ich bin der letzte, der zu seinem grab geht. plötzlich weht laub vorbei. fast wie im film. ich nehme etwas sand in die hand und sage zu ihm: 'bis bald. plopp! seine hände fahren durch mein haar. plopp! ich überlege ein drittes und ein viertes mal, dann kaufe ich endlich "silent hill 2". plopp! wir finden es toll, dass sie sich auf diese stelle bewerben, obwohl sie selbst wissen, dass wir sie niemals einstellen würden. plopp! ich habe dein lied gehört. wollen wir nicht vielleicht zusammen musik machen? plopp!
huch, ich schweife ab. ungewollte. entschuldigung, geneigter leser, dass ich gerade jetzt so viel einblick gewähre. in zukunft werde ich das unterbinden.
ich verspreche es.
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Donnerstag, 12. März 2009, 00:21h in der abteilung:
heimseite
gestern fing ich an, einen neuen eintrag zu verfassen, verwarf ihn dann aber. er behandelte die themen liebe, glück und dates. ein thema, das mir derzeit nicht sonderlich behagt. außerdem schrieb ich über diese dinge zuhauf und der geneigte leser würde währenddessen entschlafen. es gab einige satzanfänge, die mich in eine sackgasse beförderten. die abhandlung "was ist glück", konnte ich nicht zum ende bringen. dies ist kein philosophie-blog. also hören wir gleich auf mit diesem tiefsinnigen kram und schreiben lieber über dosenfleisch. dosenfleisch ist wohl die schönste erfindung, die menschen jemals erdachten. nein, auch dieses thema mag ich nicht bearbeiten. eben besuchte ich den lidl nebenan. dort kaufen wieder menschen ein, die ich sofort als "gruselig" oder "entartet" einstufen würde. menschen mit fettigem haupthaar, die nur drei limetten kaufen. solche menschen sind mir suspekt. sie machen mir angst. besonders, wenn sie noch nach erde riechen und sich in der saatgut-abteilung die einzelnen tütchen ansehen. sie träumen den ganzen tag vom melken und von bioprodukten, dreckigen schenkeln und fäkalsex im silo. ekelhaft. da juckt mir sofort die lippe.
und dann stand ich wieder in der schlange an der kasse. eine nervöse frau spielte die ganze zeit mit ihren einkaufstaschen. sie raschelten. das nervte mich. gerne hätte ich sie damit erstickt. kurz vor ihrem letzten atemzug hätte ich sie gefragt, was glück ist.
gott, da sind wir wieder bei diesem schrecklichen thema. und nun fällt mir auf, dass ich den gestrigen einstiegs-text noch immer hier liegen habe. die tinte ist von tränen verwischt. und das ist gelogen. ich schreibe niemals in kladde. das tat paul sheldon auch nie. es gab nur ein original. das wurde ihm ja auch zum verhängnis, als annie wilkes seinen neuen roman nicht mochte. hoffentlich gerade ich niemals an eine dicke frau, mit der ich eine wohnung teilen muss... huch, das passierte schon. ich besaß für einige monate meine eigene annie wilkes.
und hier mein text von gestern:
"wieder die möglichkeit auf ein date gehabt und nicht darauf eingegangen. das geschieht ständig. aber es ist in ordnung. derzeit habe ich auf solche dinge keine lust. dieses kennenlernen, die ständigen gespräche über hobbies und lieblingsbücher. nein. das ist mir zu anstrengend. wieso muss denn immer alles so kompliziert sein? achja, man sucht etwas mit hirn. das macht die sache so anstrengend. würde man nicht auf ein hirn beharren, könnte man einfach irgendeinen heini vom markt abgreifen, ihn sich auf das sofa setzen und die langeweile genießen. unterhaltungen? hach, die sind in der heutigen zeit out und außerdem überbewertet. und wenn man sich nicht unterhält, gibt es auch keine streitereien. so lebt man gelangweilt bis an sein lebensende. das macht zwar nicht glücklich, aber das ist auch egal. was macht schon glücklich?
huch, ich komme gerade nicht weiter mit meinem text. die letzte frage brannte sich zu sehr ins hirn, das nach einer passenden antwort suchte. da fällt mir diese aufgabe ein: ich sollte vor geraumer zeit einen text über "was ist glück?" verfassen. eine halbe seite sollte es mindestens werden. ich schrieb drei seiten. der empfänger war nicht erfreut. er wollte eine klare antwort auf seine frage. mmh, hier komme ich auch gerade nicht weiter. jetzt könnte ich erzählen, wie sich an dem heutigen tag mein leben veränderte, glück verspürte, sich dann wieder änderte und sah, dass wahres glück nicht existiert. und hier komme ich gerade auch nicht weiter.
traurig ist es, aber wahr: wir können alle viel schöner schreiben, wenn wir neun promille im blut haben. dann fliegen die sätze einem zu und man kann sich kaum vor ihnen retten. schnell den lyrischen schirm aufspannen und hoffen, dass nicht zu viel herunter tropft."
ich bin noch immer der ansicht, dass gespräche alles zerstören. aber nicht vorhandene gespräche zerstören ebenfalls alles. deshalb befinden wir uns in einer sackgasse und führen diese abhandlung nicht fort. wir geben sie auf und widmen uns wieder den kunden im lidl. oder im aldi. vielleicht auch im plus. der aldi hat verloren. vergebens suchte ich nach in honig geröstete macadamia-nüssen, die es dort letzte woche im angebot gab. sie waren so lecker, dass ich den gang zur waage vermied.
nun muss ich mit der ersten staffel von "lost" beginnen. kiki aus berlin verlangte danach.
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Montag, 16. Februar 2009, 15:31h in der abteilung:
heimseite
I want to take the ears off
But I can't
I hop and when I hop
I never got off the ground
It's my curse
My eternal curse!
I want to take the ears off
But I can't!
It's my curse!
It's my fucking curse!
I want to take the ears off!
Please!
Take them off!
Please!
die originalversion aus dem spiel "bioshock" gibt es
hier zu hören. sander cohen ist gott.
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Montag, 9. Februar 2009, 07:41h in der abteilung:
herz
yann tiersen.
atlantique nord. wunderschön. keine ahnung, was das heißt. aber ich schätze, dass der nordatlantik gemeint ist. jedenfalls klingt es so. wäre ich gerade am nordatlantik, würde ich so auf meinem taschenklavier spielen. kleine wellen, die triolenartig meine hageren knöchel umspielen, während ich auf einem papierboot die welt erkunde. hach, das ist wahrscheinlich mein größter traum. romantisch ist es obendrein. der
yann würde mitfahren,
die königin,
kiki,
der schneekönig und der
galgenterrorist ebenfalls. gemeinsam im papierboot, das aus altem büttenpapier von mir persönlich in trauriger stunde gefaltet wurde. den nordatlantik würden wir erkunden. wie axl rose würden wir mit delphinen um die wette schwimmen und uns gegenseitig kunststücke beibringen. los, brigitte, fang' den ring! - wer auch immer brigitte ist. wahrscheinlich ist sie die kombüsen-chefin, die wir in neufundland vor der überfischung retteten. sie schwamm kieloben. und da kam uns die idee, dass wir sie auf unsere reise mitnehmen, da sie sicher das geheime talent einer ausgewachsenen köchin in sich barg. Die bisher schwersten Katastrophen im Nordatlantik waren zwei gravierende Schiffsunglücke: Der Untergang der Titanic, die auf ihrer Jungfernfahrt 1912 mit einem Eisberg kollidierte und mit 1500 Menschen an Bord versank. 1915 ging der Luxusdampfer Lusitania vor der irischen Küste nach einem Torpedotreffer unter und nahm 1200 Menschen mit sich. Beide Ereignisse gehören zu den schwersten Katastrophen der Seefahrt.
vor einer stunde kam ich heim. vielleicht waren es auch zwei. ich kann mich nicht erinnern. zeit ist zeitlos in den gedanken. ich trinke etwas asbach mit zero aus einer übergroßen cappuccino-tasse. das maß der mischung ist schwer einzuschätzen. aber es kümmert mich nicht, denn heute ist samtag. danach kommt der sonntag. das ist nicht nur logisch, sondern auch unabwendbar. ich nehme das einfach mal so hin. außerdem sind die minuskeln meine besten freunde und lassen mich nicht im stich. die tasse leert sich von allein, ich muss nichts tun, nur der musik lauschen. atlantique nord. noch immer. ohne pause. hatte am wochenende einen ohrwurm und wünschte mir einen mp3-player mit nur diesem track darauf. mein ehemaliger player ist kaputt. das ist wirklich mehr als schade. eine schande. ich würde so gerne musik hören auf dem weg zum zigarettenautomaten. atlantique nord. den ganzen tag. dazu heimlich in den dunklen gassen der stadt tanzen wie ein trauriger clown. den ganzen tag nur zu triolen tanzen. yann macht gerne triolen. da haben wir beide etwas gemeinsam. ich liebe triolen - und damit meine ich nicht die dinger in den ohren, die man alle halbe jahre mit zahnpasta reinigen muss, damit sie wieder silbern glänzen.
gestern hatte frau mutter geburtstag. 59. wow. ich hole sie langsam ein. und mein spiele-heiko feierte ebenfalls gestern. eine nachfeier. wundervoll. auf zwei hochzeiten tanzen. das konnte ich schon immer gut. mit frau mutter ging es zum griechen. ein protziges lokal war das. aber mit salatbar. habe viel gegessen. ich dachte nebenbei an den film "das große fressen" und "sieben". man hätte meinen bauch nur antippen müssen und er hätte sofort seine geheimnisse preis gegeben. danach zum heiko. speisen meiden. speisen angesehen. speisen angeboten bekommen. speisen gemieden. machten ein komisches gefühl, während der kaumechanismus sich selbst imitierte. allein der gedanke an weitere speisen brachte mich vollkommen aus dem konzept. ich musste den nordatlantik summen, um mich abzulenken.
brigitte machte nach der abfahrt in neufundland spiegeleier. yann wollte keine, er mag so etwas nicht. er wollte sich lieber mit meinen minuskeln und seinen triolen ein paar schöne stunden machen. das war in ordnung. so aß ich zwei spiegeleier. yann ist so großzügig, ich freue mich, dass er
herrn glass noch organisierte, der bei den kanaren zustieg. zu dritt philosophierten wir über triolen. der schneekönig band sich mit in das gespräch ein. so wurde es illustrer.
ich schreibe wirr. doch das macht nichts. ich habe es mir verdient. ich darf das.
im bus bin ich heute wieder eingeschlafen. sobald die zunge in den rachen rutschte, wurde ich wieder wach. der körper ist ein wundervolles ding voller weckmechanismen. schläft man auf seiner hand ein und sie ist kurz vorm absterben, wird man automatisch wach. das ist famos von xuxilbara eingerichtet worden.
ich schließe nun ab.
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Samstag, 31. Januar 2009, 23:01h in der abteilung:
heimseite
vorhin musste ich an den schnee in der kindheit denken. im halbschlaf kamen mir die erinnerungen. nein, ich rede nicht von drogen, ich meine dieses weiße zeug, das bei sehr kalten temperaturen vom himmel fällt. ich erinnerte mich daran, wie schön es damals war, im sonnenuntergang durch die wohnsiedlung zu wandern und die bäume zu beobachten, die sich unter der last des schnees beugten. der abend erschien erleuchtet.
dann die erinnerungen an die schulzeit, die durchsagen des direktors, dass wir uns nicht mit schneebällen bewerfen sollen, da schnee gefährlich sei. er erzählte dann wieder die geschichte vom kleinen mädchen, das in einem winter ihr augenlicht durch einen eisball verlor. das war gruselig und alle hatten wir angst vor dem schnee, auch wenn solche geschichten eher urbane legenden sind und solche vorfälle eher unwahrscheinlich sind.
schnee war toll. damals. jetzt nervt er. gelegentlich erfreut man sich an ihm, doch hat man ein anderes leben als früher. schnee ist nichtig. man hat kaum zeit, sich an ihm zu ergötzen. außerdem bleibt er kaum zwei tage liegen. früher war das anders. es gab sogar schnee bis hoch zum knöchel oder höher.
eine zeitreise wäre fein. ich würde noch einmal den schnee der kindheit fressen, mich darin wälzen und das mädchen retten, das einer urbanen legende zum opfer fiel.
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Mittwoch, 28. Januar 2009, 17:35h in der abteilung:
hirn